Besser ankommen, wenn es drauf ankommt

Der Schauspieler und Trainer Lutz Herkenrath war auf Einladung der Volksbank Erkelenz in die Stadthalle gekommen

14.11.2017

Der Schauspieler und Trainer Lutz Herkenrath war auf Einladung der Volksbank Erkelenz in die Stadthalle gekommen, um auf amüsante und lehrreiche Weise Tipps für ein erfolgreiches Auftreten zu vermitteln.

Die Stadthalle war bei der traditionellen Vortragsreihe der Volksbank wieder fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Einmal im Jahr lädt die Erkelenzer Genossenschaftsbank ihre Kunden, Partner und interessierte Gäste zu Vorträgen über aktuelle Themen ein. Im vorigen Jahr war es der Journalist, Autor und ZDF-Terrorexperte Elmar Theveßen. In diesem Jahr präsentierte die Volksbank mit Lutz Herkenrath einen ebenso vielseitigen wie kompetenten Redner.

Dem Fernsehpublikum ist Herkenrath aus vielen TV-Produktionen bekannt, unter andere, „Ritas Welt“, wo er an der Seite von Gaby Köster einen Supermarktchef spielte. Eher unbekannt ist der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler und Grimme-Preisträger als Kommunikationstrainer. Herkenrath vermittelt seinen Zuhörern in seinen vielge-buchten Vorträgen Kompetenzen und Wissen darüber, wie man zu Beispiel die eigene Ausstrahlung bewusst nutzen kann.


Der Vorstandsvorsitzende Dr. Veit Luxem nutzte die Gelegenheit, um die Verankerung der Volksbank in Erkelenz hervorzuheben. Daran habe sich auch nicht durch die Fusion mit den Volksbanken Mönchengladbach und Willich zu einer starken Genossenschaftsbank geändert. Doch dann begrüßte er den Gast des Abends. „Lutz Herkenrath hat eine starke Botschaft für uns im Gepäck“, betonte er. „Lernen Sie, dass Sie Charisma besitzen und es bewusst nutzen können.“
Lutz Herkenrath eröffnete seinen Vortrag mit einer Frage. „Woher wissen Sie eigentlich, dass Ihr Zahnarzt wirklich kompetent ist?“, fragte er. Alles eine Sache der Ausstrahlung und der Emotionen. Dann die gute Botschaft: Jeder Mensch hat Ausstrahlung. Wie man die wecken und einsetzen kann, zeigte Herkenrath anhand einiger Beispiele und einfacher Tricks. So könne man sich vorstellen, man trage eine Medaille um den Hals, wenn man die richtige Körperhaltung sucht.

Wichtig sei auch der Umgang mit Sprache. Der Zuhörer nimmt nämlich unbewusst den Atemrhythmus des Sprechers an, weshalb bewusste Atempausen wichtig seien. Ebenso der sogenannte Subtext, womit die Art, wie man etwas sagt, gemeint ist. „Jede innere Haltung bewegt sich äußerlich sichtbar“, zitierte er die Choreografin Pina Bausch. Daher sollte man die eigene emotionale Stimmung überprüfen und auf die Resonanz der anderen achten. So könne man seine Körpersprache und Ausstrahlung bewusst steuern und aus „guten Argumenten starke Botschaften“ machen, wie es Dr. Luxem bei der Begrüßung genannt hatte.


Herkenraths Vortrag lebte vor allem dadurch, dass er nicht zu überzeugen versuchte. Vielmehr erzählte er und lud ein, Gemeinsamkeiten festzustellen. In humorvollen und ein-prägsamen Beispielen stellte er Fehler bloß, die nahezu jeder Mensch begeht und die ihn daran hindern, seine natürliche Ausstrahlung einzusetzen.


Nach rund einer Stunde entließ Herkenrath seine Zuhörer mit dem Gefühl, dass auch sie Ausstrahlung besitzen und sie auch einsetzen können. Im Foyer gab es noch Erfrischungen und Snacks sowie die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit Herkenrath und den anderen Gästen.

Foto: Volksbank Mönchengladbach