„Säulen der Freiheit“ - auch in Erkelenz

Eine Säule der Freiheit für grenzenlose Hoffnung in der Volksbank

14.11.2017

„Freiheit lebt in dem Moment, wo jeder sie sein Eigen nennt“. Das sagt die Künstlerin Brigitte Böckels über ihren Beitrag zu dem internationalen Kunstprojekt „Pillars of Freedom“, bei dem am 9. November europaweit, in Nordamerika und Australien über hundert Skulpturen in Form von Stelen enthüllt und virtuell über das Internet zu einem Gesamtwerk für die Freiheit verbunden wurden. Das Projekt unter der Schirmherrschaft der Aachener Europapolitikerin Sabine Verheyen wurde von Alfred Mevissen ins Leben gerufen. Vermittelt werden sollen positive Botschaften und die Bereitschaft, sich für Freiheit einzusetzen. Denn die ist in Gefahr, wenn sie als normal angesehen wird. Daher sollen die „Pillars of Freedom“ den Betrachter anregen, sich mit dem Wert der Freiheit auseinanderzusetzen.

Die Säule der Freiheit von Brigitte Böckels trägt den Titel „Grenzenlos – Die Hoffnung“ und wurde am Donnerstag, 9. November, im Rahmen einer Feierstunde in der Volksbank Erkelenz am Konrad-Adenauer-Platz enthüllt.  

Das Datum ist bewusst gewählt, denn gerade für die Deutschen hatte der Tag des Mauerfalls im Jahr 1989 eine besondere Bedeutung. 20 Millionen Deutsche erlebten an diesem Tag erstmals, was Freiheit bedeutet und dass man sich für sie mit Erfolg einsetzen kann. Auch daran will Mevissen mit seiner grenzüberschreitenden Kunstaktion erinnern.


„Die Freiheit ist eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft“, betonte auch der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, Dr. Veit Luxem, bei der Begrüßung der Gäste. Daher sei es wichtig, für die Freiheit und ihre Werte zu werben und auf sie aufmerksam zu machen. Dies habe die Künstlerin mit ihrer rund zwei Meter hohen Stele eindrucksvoll getan. Die Volksbank Erkelenz als Ausstellungsort sei eine gute Wahl, da die Bank als Partner ihrer Kunden für diese Werte stehe. Daher sei die Kunst im Verständnis der Genossenschaftsbank immer wieder ein gutes Medium, um mit den Kunden in den Dialog zu treten. Der Grundgedanke der Genossenschaft sei ebenfalls dem Streben nach persönlicher Freiheit und Verantwortung für die Gemeinschaft entsprungen. Diese Werte werden in der Volksbank bis heute gelebt und geteilt.  


Die Kunsthistorikerin Eva Lehmann-Weingärtner führte in das Werk der 1960 in Düsseldorf geborenen Künstlerin ein. „Brigitte Böckels hat ihrer Freiheit ihr ganz persönliches Gesicht gegeben“, betonte sie. Dies fange bereits damit an, dass sie ihre Säule auf einen Sockel in Form eines dunklen Würfels setzt, womit sie der Säule und damit dem Gedanken der Freiheit einen hohen Stellenwert einräumt. Die vier Seiten stünden für Brigitte Böckels für die Elemente Wasser, Pflanzen, Erde und Wüste, die noch ausgewogen, jedoch von den Folgen des Klimawandels bedroht sind. Noch habe man die Freiheit umzukehren. Nach unten sei die Säule geschlossen. „Dies symbolisiert die eingeschränkte Freiheit, die wir heute wieder mit Erdogan in der Türkei und Kim Jong Un in Nordkorea erleben.“ Doch es gebe Hoffnung. Noch gebe es die Freiheit. Dies zeige Brigitte Böckels mit ihren durchleuchteten Durchbrüchen sowie dem Licht, das zentriert nach oben geführt wird, als eine positive Energie und Kraft, Hoffnung und Freiheit zugleich. Ein Blick durch die Öffnungen zeige, dass wir frei seien, miteinander zu kommunizieren. Die Lichtöffnung oben sei Sinnbild für das Licht als geistige Verbindung vom Weltlichen zu etwas Höherem. Dieses Höhere stehe für die Hoffnung auf wirkliche Freiheit als ein innerer Zustand der völligen Losgelöstheit.
Die Enthüllung der Skulptur wurde gefilmt und dann im Internet als Teil des Gesamtkunstwerkes integriert. Weitere Informationen zu der Kunstaktion und den Werken der beteiligten Künstler findet man auch online unter www.pillars-of-freedom.com.

Die Skulptur „Grenzenlos – Die Hoffnung“ ist während der Öffnungszeiten der Volksbank bis zum Ende des Jahres zu sehen.

Weiter Informationen über die Künstlerin Brigitte Böckels unter www.brigitteboeckels.de.

Foto: Volksbank Mönchengladbach