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Drei Männer stehen im Innenraum der Evangelischen Hauptkirche Rheydt

Mehr Geld für die Sanierung der Ev. Hauptkirche 

Volksbank setzt sich auch weiterhin für den Erhalt ein

27.05.2026

„Wir schätzen als Genossenschaftsbank sehr, wenn sich Menschen um ein Wahrzeichen ihrer Stadt kümmern, kommentiert Sven Frauenkron die Scheckübergabe der Volksbank im Rheinland eG an den Bauverein Ev. Hauptkirche Rheydt e.V.. Der Generalbevollmächtigte der Genossenschaftsbank ist beeindruckt von der unermüdlichen Arbeit der Ehrenamtler, um das bedeutende Wahrzeichen Rheydts zu erhalten. „Mich fasziniert vor allem auch die schlichte Eleganz der Kirche“, meint er mit Blick auf die einzigartige Ausgestaltung des Innenraums“.

Das Geld komme zum rechten Zeitpunkt, erklärt Jochen Semmler, unter anderem Vorsitzender des Bauvereins. Im November 2021 habe die Turmspitze der Kirche abgenommen werden müssen, weil sie abzustürzen drohte, „nun gehen wir auch mit Hilfe der Volksbank davon aus, dass der gesamte Turm 2028 saniert sein wird.“ Jetzt seien die Spanngurte noch deutlich sichtbar, die die Säulen unterhalb der Turmspitze sichern. Er hat zusammengerechnet, so Semmler, „dass uns die Volksbank nunmehr zum fünften Mal mit 2.000 Euro bedenkt.“ Diese Konstanz sei erfreulich, „denn damit können wir weiter an der Sanierung arbeiten.“

Im Augenblick hoffen Jochen Semmler und das Team im Bauverein darauf, dass zügig auch die noch zu restaurierende Ost-, Süd-, und Westseite saniert werden können, so der ehemaliger Oberstadtdirektor: „Wir wissen Ende Juni, wer das Gerüst aufstellen kann, das dann hoffentlich zwei Monate später steht.“

Beharrlichkeit in den Besprechungen, Verhandlungen und beim Blick in die Fördertöpfe, beschreibe seine Arbeit gut, so Jochen Semmler: „Es gilt immer wieder dicke Bretter zu bohren. Aber sind auf einem guten Weg, wegen der Spendenbereitschaft, aber auch Dank der weitreichenden Unterstützung aus der Landes- und Bundespolitik.“ Oft sind es auch unkonventionelle Ideen, die für den optimalen Einsatz von Fördergeldern und Spenden sorgen können: „So wäre er gut, wenn wir die notwendigen Gerüste nicht für jede Fassadenseite einzeln auf- und wieder abbauen müssen. Das allein spart uns um die 500.000 Euro.“

Immer wieder neue Ideen sind auch im Fundraising gefragt. Für die unbedachten Betrachter der Kirche scheint mit Aufsetzen der Kirchturmspitze ja alles in Ordnung, meinen Jochen Semmler und Bernd Pastors unisono. Das sei natürlich weit gefehlt, so Pastors, der sich neben der Pflege der Spenderdatei auch um das Marketing kümmert: „Wir haben bei den Spendenaufrufen immer die Turmspitze in den Vordergrund gestellt. Das war gut und wichtig so. Nun müssen wir uns aber um einen neuen Slogan kümmern, damit die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung nicht nachlässt. Das wäre fatal.“

Denn jeder Euro sei wichtig, um einmal die gesamte Kirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und für die künftigen Generationen dauerhaft zu erhalten. „Wir bringen zum Beispiel regelmäßig einen Jahreskalender heraus. Damit bringen wir die Kirche in jede Küche und verankern sie dauerhaft im Gedächtnis der Menschen.“ Außerdem wurde mit einem Winzer an der Mosel eine Kooperation geschlossen, „damit können wir einen eigenen Riesling anbieten.“

Neben den etwas potenteren Spendengebern, kümmert sich Bernd Pastors um jeden Einzelnen, „ob er nun einen Jahresbeitrag zusteuert oder auch nur fünf Euro erübrigen kann.“ Er freut sich, dass sie die Menschen für ihre Kirche einsetzen: „Kirche ist immer ein Ort, an dem die Menschen Gemeinsamkeit erleben. Für mich ist die ev. Hauptkirche auch ein Stück Heimat.“

Das ist auch der Antrieb der Volksbank im Rheinland eG sich zu engagieren, so Sven Frauenkron:„Hier zeigt sich eindrücklich, was ehrenamtliches Engagement nachhaltig bewirken kann. Wir unterstützen das auch weiterhin sehr gerne, denn das entspricht der Philosophie der Gründerväter unserer Bank: Hilfe zur Selbsthilfe.“ Und er setzt hinzu: „Das Wohl der Menschen in der Region ist uns wichtig. Dazu gehört eben auch der Erhalt von historischer Bausubstanz, mit der sich schon viele Generationen identifizieren.“

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